Wie bereits von Florian Besinger angekündigt, verbringen wir am 02.05.2008 einen Tag im Rheingau. Als (ehemaliger) Rheingauer habe ich gern die Aufgabe übernommen, diesen Ausflug in eine der schönsten Kulturlandschaften Deutschlands zu organisieren.
Um 8.50 Uhr treffen wir uns vor dem Gebäude des Deutschen Wetterdienstes im Kreuzweg 25 in 65366 Geisenheim/ Rheingau.
Anschließend besuchen wir dort die Leiterin, Frau Dr. Perseke-Ockelmann, die uns einige Informationen über die Aufgaben der Geisenheimer Außenstelle, das Klima des Rheingaus und den aktuellen Forschungsstand zum Klimawandel sowie dessen Auswirkungen auf den Weinbau geben wird. Unser zweiter Besuch beim Deutschen Wetterdienst in Geisenheim (bereits im Verlauf unseres VdA-Treffens 1987 besuchten wir Herrn Dr. Dieter Hoppmann, Leiter der damals noch als Agrarmeteorologische Beratungs- und Forschungsstelle bezeichneten Dienststelle) wird wohl auch unser letzter sein, denn die Außenstelle soll in den nächsten Jahren aufgelöst und die Tätigkeiten von Offenbach am Main aus ausgeübt werden. Deshalb wollen wir uns neben dem aktuellen auch das zukünftige Messfeld, auf dem die automatische Station bereits eingerichtet ist, anschauen.
Nach unserem Besuch bei den Geisenheimer Agrarmeteorologen fahren wir nach Rüdesheim am Rhein, um mit dem Zug weiter nach Kaub (wo wir uns allerdings schon außerhalb des Rheingaus befinden) zu reisen. Dort bewegen wir uns auf geschichtsträchtigem Boden: in Kaub setzte Feldmarschall Blücher in der Neujahrsnacht 1813/14 und an den Folgetagen mit 60.000 Soldaten, 20.000 Pferden und 200 Geschützen über den Rhein, um Truppen Napoléon Bonapartes zu verfolgen. Auch heute noch eine logistische Meisterleistung!
Um 13.00 Uhr werden wir uns dort auf das 1913 gebaute Dampfschiff Goethe, der letzte Schaufelraddampfer auf dem deutschen Teil des Rheins und angeblich der größte noch existierende Seitenraddampfer der Welt, einschiffen.
Auf der Goethe fahren wir wieder zurück durch das malerische Mittelrheintal (inzwischen UNESCO-Weltkulturerbe) mit seinen steil abfallenden und schroffen Felswänden, vorbei an beeindruckenden Burgen, wie der Zollstation Pfalzgrafenstein (eine von nur drei unzerstörtenBurgen im Oberen Mittelrheintal) und durch das früher von den Rheinschiffern gefürchtete Binger Loch, vorbei an der Ruine Ehrenfels sowie dem Binger Mäuseturm nach Rüdesheim am Rhein (Ankunft etwa 15.15 Uhr).
Auch die Fahrt auf der Goethe könnte letztmalig sein, zumindest was ihren aktuellen Zustand betrifft. Derzeit prüft die Reederei aufgrund verschiedener Problemedie Möglichkeit, den Dampfer auf dieselelektrischen Betrieb umzubauen. Für 2008 ist der Dampfbetrieb aber noch gewährleistet.
Es besteht die Möglichkeit auf der Goethe einen Imbiss oder, wer es etwas üppiger mag, ein Mittagessen einzunehmen.
Anschließend wollen wir noch einen kleinen Abstecher zum Kloster Eberbach, ein ehemaliges Zisterzienserkloster im Rheingau, machen. Wenn es möglich ist, werde ich für uns eine Führungorganisieren. Das Kloster Eberbach, in dem 1985/1986 ein Großteil der Innenaufnahmen für den Film „Der Name der Rose“ abgedreht wurde, war eine der Wiegen des Weinbaus im Rheingau und zählt heute zu den eindrucksvollsten Denkmälern der mittelalterlichen Klosterbaukunst in Europa.
Anschließend verlassen wir den Rheingau und fahren weiter zur Hockenberger Mühle in Wiesbaden (Vorort bzw. Außenbezirk), wo wir zwischen 18.30 Uhr und 19.00 Uhr eintreffen wollen.
Selbstverständlich sind Gäste zu unserem Ausflug herzlich willkommen.
Wir müssen die Schifffahrt und die eventuelle Führung im Kloster Eberbach vorab buchen und bezahlen. Deshalb bitten wir Sie, sich rechtzeitig anzumelden und die Kosten (voraussichtlich € 15,00 für die Dampferfahrt und ca. € 6,00 für die Führung) termingerecht vor der Reise zu überweisen (Details werden noch bekannt gegeben). Ihre Anmeldung ist bindend, eine Rückerstattung bei Nichtantritt ist daher nicht möglich.
Mühlheim am Main, den 17. Februar 2008