VdA - Der Hobbymeteorologenverband

Grundlagen der Meteorologie- 1. Teil

In den nächsten Ausgaben möchte ich mit dieser Reihe den Hobbymeteorologen die Meteorologie und die Klimatologie aus der Sichtweise des Lehrfachs an der Wetterdienstschule Potsdam
nahebringen. Die Reihe wird voraussichtlich über mehrere Jahre andauern, da sie aus Aufzeichnungen der zweijährigen Ausbildung zum Technischen Assistenten für Meteorologie (TAM) besteht. Ich
hoffe damit, wieder mehr Leben zum Thema Fachwissen in den MWB zu bringen. Dazu wird auch die reihe Wetterlexikon gestartet, nach Buchstaben sortiert. Diese wird erst einmal über 27 Ausgaben
laufen. Später ist noch ean eine Reihe Messmittel im Wetterdienst gedacht.

1. Meteorologie

1.1 Entwicklung der Meteorologie - Forschungsergebnisse

Was ist Wissenschaft?

Die Wissenschaft ist das System des objektiven Wissens von der Natur der Gesellschaft und dem Denken, überprüft und bewiesen durch die Praxis.

Die Praxis stellt der Wissenschaft die Aufgaben! Wie geht die Wissenschaft vor?

  1. Sammeln von objektiven, überprüften Tatsachen
  2. Systematisierung dieser Tatsachen
  3. Auffinden von Begriffen, Schlussfolgerungen und Gesetz-mäßigkeiten aufgrund dieser Tatsachen
  4. Anwenden der gefundenen Begriffe, Schlussfolgerungen und Gesetz-mäßigkeiten in der Gesellschaft und Beitrag zur Veränderung von Natur und Gesellschaft

Historischer Abriss der Meteorologie

  • 5. Jh. v.u.Z.-erste Beobachtungen in Griechenland
  • 4. Jh. v.u.Z.-Babylonien- Beobachtungen aufTontafeln
  • 350 v.u.Z.-Aristotels "Meteorologica"; Hippokrates
  • 12.-15. Jh.- Blütezeitder Astrometeorologie
  • 16. Jh..Reymann; Moritz Knauer "Hundertjähriger Kalender"
  • 16.-17. Jh.-Experimentelle undanalysierende Wissenschaft
  • 1597- Galilei à Thermometer
  • 1643-Torricelli, Vivioni à Barometer
  • 1648-Perrier
  • 1654-Otto v. Guerickeà Magdeburger Halbkugeln, Luftdruck nachgewi.
  • 1658-Wasserbarometer
  • 1657-Accademia del Cimento inFlorenz; 10 jährige Messreihe mit Stationen in Deutschland, Frankreich,
    Polen und Schweden
  • 1665- Boyle à Weingeistthermometer
  • 1667-19. Jh.-Optische Gesetze derAtmosphäre
  • 1748-Wilsonà Temperatur in der Höhegemessen (300 Meter)
  • 1780-1790-Pfälzische meteorologischeGesellschaft in Mannheim
  • 1826-Brandes à erste Wetterkarte
  • 1833- Gauß, Weber à Telegraphie
  • 1845-Morse à Morsealphabet
  • 1851-Tägliche Wetterkarten
  • 1854-Untergang eines Schlachtschiffesim schwarzen Meer à Gründung der FR
  • 1876-Deutsche Seewetterwarte Hamburg(DSW)-Prognosen und Wetterkarten
  • 1877-Erste Meteorologenversammlung in Leipzig, Nachrichtenzentrale, Wettersymbole und Weltzeit
  • 1930-Moltschanow à Entwicklung derRadionsonde
  • 1938-Erstes Radiosondenaufstiegs-Netz
  • 1960- Erster Wettersatellit FIROS I

Forschungsergebnisse

  • 1665-Baion Land- und Seewind
  • 1686-Halley, 1. Windkarte für die gesamte Erde
  • 1805- Beaufort Windscala (1-10 in Verbindung mit der Natur)
  • 1896-Helmholtz Konvektionstheorie
  • 1902- Assmann Tropopause
  • 1928-Bergeron Frontalzone
  • 1934-Scherhag Höhenwetterkarte
  • 1947 -Gründung der WMO
  • 1963- www - Weltwetterwacht
  • 1973- DDR- 5 Ostländer wurden Mitglied der WMO

nächste Ausgabe:

1.2. Gegenstand der Meteorologie und Teilgebiete

aus den Aufzeichnungen der lehrzeit beim Meteorologischen Dienst der DDR und des Deutschen Wetterdienstes

Marco Ringel

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