Direkte Methode – Daten werden gemessen a) Drachenmessung - 1748/49 Wilson/ erster benannter Aufstieg mit Thermometer bis 6 km Höhe
- 1752 Fränklin/ Aufstieg bei Gewitter à Entdeckung der Luftelektrizität
- 1894 Erstes amerikanisches Observatorium für Drachenaufstiege
- 1898 Stationsnetze für Drachenaufstiege
- 1900 Graf Zeppelin führte erste Drachenaufstiege über den Bodensee durch
- 1899 Preußisch-aeronautisches Observatorium gegründet (Berlin-Reinickendorf à 1904 Verlagerung nach Lindenberg (Kreis Beeskow); Die Erforschung ist jedoch sehr zeitaufwendig
b) Ballone: Es gab benannte und unbemannte Ballone. Fesselballone kamen bis 5-6 km, Freiballone unbemannt bis 50 km und bemannt bis 35 km. - 1. Ballon flog mit den Brüdern Montgolier
1783 Chals - Höhe von 3467m erreicht; 500,8 mm Hg (entspricht Torr) 1804 Gay Lassac (6977,4 m) nahm Luftkugeln mit Proben mit à gleiche Zusammensetzung Friedrichshafen (Bodensee) seit 1891 tägliche Fesselballonaufstiege 1892 Höhenrekord Beraucon 8700 m 1901 Assmann - Kautschuk- oder Gummiballone mit konstanter Steiggeschwindigkeit 31.7.1901 Erster bemannter Höhenrekord 10000 m mit O2-Maske/ Sierig 1906 Gebrüder Wegener 52,5 Stunden Dauermessung 1907 Erstes Radiosondennetz/ Pilotmessungen; Höhenströmung für Windvorhersagen 1934 Piccard Rekord 16940 m 1935 Andersen à Riesenballone Æ 58,6 m in 22612 m Höhe 4.5.1961 Brather 34668 m; Pilotballone fliegen dabei bis in Höhen von 38.,6 km Vorteile: sehr große Höhen; Nachteile: Auswertung erst nach Landung möglich c) Flugzeuge für Zwecke der Meteorologie in Höhen zwischen 4 und 10 km
1928 gab es das erste Wetterflugnetz in Deutschland, das innerhalb des zweiten Weltkrieges angewandt wurde. Es wurde auch zur Erforschung der Luv- und Leewellen genutzt.
d) Radiosonden 30.1.1930 Moltschanow mit erster sofortiger Auswertung, Sonde erreichte etwa 10 km Höhe Duckert à erste deutsche Sonde in Lindenberg bis 15 km; Messung der Lufttemperatur und -feuchte, Wind, Luftdruck, Ozon und Radioaktivität; es gab 4 Messstellen in der DDR e) Raketen und Satelliten Wettersatellit am 1.4.1960 (Firos I) Heute mehrere geostationäre Satelliten in 36000 km Höhe und polumlaufende in 850 km Höhe à von Pol zu Pol laufende, dabei wechselnde Gebiete Zingst - Raketenaufstiege bis in 80 km
| Indirekte Methode - Vergleiche von Beobachtungen a) Perlmutterwolke: 23-28 km - Besteht aus Eiskristallen (leuchtet perlmut)
- Stellt eine Anomalie (Unregelmäßigkeit) des Wasserdampfes in der Atmosphäre dar
- Ist nur von Berges oder oberhalb von 60° n.B. sichtbar
b) Leuchtende Nachtwolken: - 75-90 km
- blau-bläulich bis orange-rot
- bestehen aus Eiskristallen
c) Meteor - 60-120 km beim verglühen in der Erdatmosphäre à Juli/August
d) Nordlicht/Polarlicht e) Anormaler Schall Begriffe: 1. vertikaler Temperaturgradient D T t1-t2 t1=20°C Boden @ z1=0 m ----- = ------- D z z1-z2 t2=20°C Boden @ z2=2000 m Gradient: Temperaturänderung im Vergleich zur Höhe 2. Inversion D T ----- > 0 D z Mit zunehmender Höhe nimmt die Temperatur zu. 3. Isothermie D T ----- = 0 D z Mit zunehmender Höhe bleibt die Temperatur konstant. |